Beziehung als spirituelle Praxis

Die Begegnung mit einem geliebten Menschen vermag die Grenzen der eigenen Persönlichkeit zu erweitern. Der Weg von ‘Ich’ zum ‘Du’ führt zum ‘Wir’ – und damit zu der Möglichkeit, die Verbindung zu etwas, das mehr ist als das eigene begrenzte Sein, real zu erfahren. Dies findet sich wieder in den Lehren des Tantra, und deshalb haben die Elemente der tantrischen Psychologie ihren Platz in der modernen Paar- und Sexualtherapie gefunden.
Die gesamte spirituelle Praxis ist eine Sache der Beziehungen: der Beziehungen zu uns selbst, der Beziehung zu anderen, der Beziehung zu den Situationen des Lebens.
Jack Kornfield
Was man als Paar tun kann

Paartherapie

Spannung in einer Beziehung sind völlig normal. Der eine Partner will öfter Sex, der andere vielleicht mehr Gespräche. Die eine Partnerin will mehr Mitarbeit im Haushalt, die andere vielleicht mehr gemeinsame Unternehmungen. Es ist eine Illusion, dass glückliche Paare immer und in allem einer Meinung sind. Man kann Wege finden, um trotz unterschiedlicher Ansichten oder Bedürfnisse miteinander gute Zustände zu erleben.

Tantrische Paartherapie ist sich der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau sehr bewusst. Genau diese Unterschiedlich ist die Quelle von Inspiration, Begegnung und die Chance für persönliche Entwicklung. Durch Spannungen in der Beziehung entsteht die Motivation oder gar die Notwendigkeit über persönliche Grenzen hinaus zu wachsen. Wir sehen Beziehung auch als einen spirituellen Weg.

Wenn Sie sich mit Schwierigkeiten in ihrer Beziehung oder ihrem Sexualleben konfrontiert sind oder ihre Liebesbeziehung bewusst weiterentwickeln wollen, dann melden Sie sich zu einem ersten Gespräch. Sie investieren eine gute Stunde Zeit und eine Pauschale von 60 Euro. So lernen Sie uns kennen und entwickeln ein konkrete Perspektive.

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Paargruppe

Eine Beziehung dauerhaft lebendig zu halten ist ein grosse Aufgabe. Paare können einander unterstützen, um die Aufgabe zu bewältigen. Zu erfahren, dass andere Paare auch Probleme haben, das alleine kann schon für Entlastung sorgen.

Die Arbeit in der Paargruppe geht aber weit darüber hinaus. Wir vermitteln konkrete Ansätze und Werkzeuge, die helfen um die Beziehung bewusst zu gestalten. Die Arbeit in einer Gruppe eröffnet Perspektiven, die in der Paartherapie manchmal nicht sichtbar werden. Paare lernen voneinander und unterstützen einander wirksam.

Denn wir glauben: alleine kann man es als Paar kaum schaffen, die Beziehung dauerhaft lebendig zu erleben und zur Quelle des eigenen Wachstums zu nutzen.

In der Paargruppe entstehen Räume für nährende, heilsame, spannende, neue und wohltuende Erfahrungen. Ein Geschenk für jede Partnerschaft.

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Was Mann tun kann

Einzelcoaching

Gespräche von Mann zu (Fach-)Mann. Wir unterstützen Männer darin herausfinden, wofür das eigene Herz schlägt, und Wege zu finden, die eigene Kreativität ins Licht zu bringen. In der Verbindung von Herz und Sex steckt Potenz und Potential.

Mehr als 10 Jahre Erfahrung im Coaching, in der psychologischen Beratung, Paar- und Sexualtherapie für Männer.

Im persönlichen Gespräch geht es in die Tiefe und zur Wahrheit. Wir wissen, wovon wir sprechen.

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Männergruppe

Männer unter sich - die einander wahrhaftig begegnen, einander Raum geben, und einander ehrliche Rückmeldung geben. Ein Raum, in dem gesprochen aber auch getan wird - das verstehen wir unter einer Gruppe für Männer.

Die Verbindung von tantrischer Arbeit mit Männer und 10 Jahre aktiver Männerarbeit im Männerbüro Karlsruhe e.V.. Die abendlichen Treffen finden 14tägig statt.

Eine Teilnahme ist nur nach Vorgespräch möglich - die Plätze in den derzeit zwei existierenden Gruppen sind begrenzt.

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Was Frau tun kann

Einzelarbeit

Frauen erleben und fühlen anders als Männer. Sich selbst darin zu stärken, der eigenen Wahrheit zu vertrauen und Wege zu finden, die weibliche Kraft in ihrer erdigen Verbundenheit zu leben sind wesentlicher Aspekte der tantrischen Körperarbeit.

Im persönlichen Gespräch und in der Körperarbeit finden sich Wege, um die eigene Weiblichkeit in der Tiefe verstehen und den Körper lustvoll erleben.

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Gruppe für Frauen

Unser Angebot für Frauen ist noch in Bearbeitung.

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Was Tantra mit Beziehung zu tun hat

Will man die Rolle von Beziehung und Sexualität in spirituellen Traditionen betrachten, fällt recht schnell der Begriff 'Tantra‘. Das ist insofern nicht verwunderlich, weil Tantra selbst einen Überbegriff darstellt und sich tantrische Ansätze in unterschiedlichen Traditionen finden…

Tantra in Kürze

Tantra ist ein allgemeiner Begriff aus dem Hinduismus, der einen Text, eine Lehre, zu einem bestimmten Thema bezeichnet. Diese Unterweisungen wurden ursprünglich von Gelehrten mündlich überliefert und später in schriftlicher Form festgehalten. Es gibt in diesem Sinne also nicht das ,Tantra‘, sondern viele ,Tantras‘ - Lehrtexte, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen.

Die Etymologie des Wortes Tantra aus dem Sanskrit verweist auf Begriffe wie ,Ausdehnung‘, als auch ,ausweiten, weben, retten‘. Der Religionswissenschaftler Anand Nayak (2001) fasst die Wortbedeutung so zusammen:
,…Heilslehre, die den Sinn von Ausdehnung (des Bewusstseins oder der Energie) der Schöpfung und deren Rückkehr zu ihrem Ursprung vermittelt.‘

Nayak schreibt weiter: ,
Der Tantra ist keine Religion wie der Buddhismus oder das Christentum. …auch keine Schule oder religiöse Philosophie…auch keine Sekte oder Gruppe…‘. Vielmehr gibt es in verschiedenen Religionen und Philosophien tantrische Richtungen, so in den vedischen Überlieferungen, im Taoismus oder im Buddhismus. Tantra ist vor allem eine Lebenseinstellung, die vielfach auf konkreten Erfahrungen beruht, und die als spiritueller Weg das Ziel hat, das Bewusstsein auf unbegrenzte Bereiche zu Führen, was wir heute als ,Erleuchtung‘ bezeichnen würden.

Im Zentrum dieser Lebenseinstellung steht, dass der experimentellen Erfahrung ein höherer Stellenwert beigemessen als der geistigen oder intellektuellen Erkenntnis. Daher beschreibt das Tantra eine große Zahl von praktischen Übungen und Ritualen, die dazu dienen die eigene Welt in der Tiefe körperlich zu erforschen und emotional zu erleben.

Bei diesem erlebensorientierten Zugang zum eigenen Sein wurde die Sexualität als Ort von intensiver Erfahrung integriert, weshalb es zu diesem Thema viele praktische Anleitungen gibt. Die Integration der körperlichen Sexualität in die spirituelle Praxis ist im Tantra im Vergleich zu anderen spirituellen Traditionen, die die Sexualität teilweise ausgrenzen oder tabuisieren, deutlich ausgeprägt. Sexualität wird in tantrischen Lehren als eine wichtige Form von Energie gesehen - jedoch nicht als alleinige Energie.

Tantra im Westen

Seit den 70er-Jahren gibt es im Westen unter dem Begriff ,Tantra‘ vielfältige Seminarangebote. Der Begriff steht hier für Gruppen zur Selbsterfahrung unter Einbeziehung der Sexualität. Tantrische Meditationstechniken und Übungen stehen im modernen Tantra Seite an Seite mit körpertherapeutischen Methoden, wie Bioenergetik, Massage, Biodynamik oder Tiefenatmung. Tanz oder Yoga wird genauso praktiziert wie Gestaltarbeit, Primärtherapie, Encounter, systemische Aufstellungen, schamanische Traditionen und viele weitere erlebnisaktivierende Ansätze.

Etliche der Seminarleiter sind oder waren Schüler von Osho (Bhagwan Shree Rajneesh), der mit seiner Neo-Sannyas-Bewegung diese Ansätze im Westen verbreitet hat und das sogenannte Neo-Tantra in seinen Ursprüngen sehr geprägt hat. In manchen Workshops wird Sexualität tatsächlich in Form von gemeinschaftlichen Übungen oder Ritualen in der Gruppe praktiziert, während andere Anbieter sich davon distanzieren.

Tantra ist im Westen zu einem etablierten Angebot zur individuellen Weiterentwicklung mit dem Fokus auf den Themen Wachstum, Beziehung, Liebe und Sexualität geworden. Die Palette reicht von Wohlfühlseminaren bis zur intensiven spirituellen Praxis - über die Liebes- und Lebensschule bis hin zur körper- und sexualtherapeutischen Arbeit.

Tantraseminare werden manchmal als Spielwiese interpretiert für Leute, die mehr und besseren Sex haben wollen. In der Realität finden sich in Tantraseminaren eher selten die Menschen, die wilderen Sex oder gar Sex mit mehreren Partnern haben wollen. Es finden sich häufig Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen in ihrer Sexualität oder ihren Beziehungen starke Begrenzungen erleben und deshalb Unterstützung suchen.

Wirkfaktoren

Die unterstützende und manchmal heilende Wirkung von tantrischer Selbsterfahrung lässt sich auf verschiedene Wirkfaktoren zurückführen:

  • Neuer Kontext der Sexualität
Für einen Menschen, der in einem westlichen Kontext aufwächst, entstehen mögliche Kränkungen und Verletzungen in Wechselwirkung mit genau diesem westlichen Kontext. Sexualität wird in manchen Familiensystemen abgewertet oder tabuisiert, manchmal gestützt oder verursacht durch religiöse oder gesellschaftliche Normen. Tantra bietet einen neuen Kontext. Sexualität wird in diesem tantrischen Kontext positiv bewertet. Dadurch kann es möglich sein die persönlichen, inneren Konflikte bezüglich der eigenen Sexualität neu zu bewerten.

  • Neue Sprache der Sexualität
In diesem Kontext ist oft auch schon der sprachliche Umgang mit Sexualität auf eine neue Weise möglich und unterstützend. Dann wird aus dem Begriff ,Penis‘, mit dem eventuell belastende Erfahrungen verknüpft sind, der neue Begriff ,Lingam‘, der noch nicht negativ belegt ist und deshalb keine emotional-schwierige Zustände hervorruft.

  • Neue Erfahrung von Beziehung und sexueller Begegnung
Tantraseminare sind angefüllt mit erlebnisaktivierenden Methoden. Dadurch geschehen in einem geschützten, meist achtsamen Rahmen neue Erfahrungen im Umgang mit anderen Menschen. Es ist erlaubt, mit den eigenen Bedürfnisse zu spielen und sich selbst und den anderen zu erforschen.
Diese Erfahrungen sind in vielen Fällen sehr körpernah und unterstützen die Integration von wesentlichen Persönlichkeitsanteilen in das neue Erleben.

  • Überliefertes Wissen über sexuelle Energien
Viele Menschen sind aufgeklärt über die biologischen Aspekte der Sexualität. Das Lernen über die emotionalen, energetischen Aspekte von Beziehung und Sexualität geschieht weitgehend in den Peergroups oder über Medien. Diese Art der Aufklärung bleibt eher an der Oberfläche und hat Lücken oder Fehlinformationen. Tantra kann als Erfahrungswissenschaft ein fundiertes Wissen über sexuelle Energien vermitteln und verfügt über konkrete Methoden, um dieses selbst wahrzunehmen (und zu überprüfen).

Die genannte Faktoren sind einige Aspekte der Wirksamkeit von tantrisch orientierter Selbsterfahrung. Es gibt natürlich auch Aspekte, die kritisch betrachtet werden müssen. Spirituelle Praxis braucht ein solides Fundaments im Sinne einer in sich gefestigten , integrierten Persönlichkeit, ein Bewusstsein für den eigenen Zustand und die Fähigkeit der genauen Selbsterforschung. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen:

,Ich sollte wissen, wer ich bin, bevor ich mich selbst zu einem höheren Selbst transformiere.‘

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Wir beraten Männer, Frauen und Paare bei Fragen rund um die Liebe, Sexualität und Beziehung. Wir unterstützen die Verbindung von Körper & Geist, sowie Herz & Sex. Klar, pragmatisch, offen und direkt. Wir wissen, was wir tun.